Liebe Mieterinnen und Mieter,
wir möchten Sie wieder über den aktuellen Stand der Arbeiten in der Vautierstraße informieren.
Uns ist bewusst, dass die Situation für Sie inzwischen sehr belastend ist. Die lange Bauzeit, die vielen Veränderungen im Ablauf und vor allem die immer wieder verschobenen Rückzugstermine sorgen verständlicherweise für großen Frust. Wir haben dafür sehr viel Verständnis.
Auch für uns und die beteiligten Firmen ist die aktuelle Situation unbefriedigend. Wir sehen jeden Tag, wie viel Aufwand betrieben wird, und gleichzeitig, wie wenig davon für Sie manchmal sichtbar vorangeht. Deshalb möchten wir Ihnen offen erklären, warum es derzeit so schwierig ist und was wir inzwischen tun, um die Arbeiten schneller voranzubringen.
Die Schadstoffsanierung ist aufwendiger als ursprünglich erwartet
Ein wesentlicher Grund für die Verzögerungen sind die Schadstoffsanierungen. Dieses Thema ist besonders sensibel und unterliegt sehr strengen Vorgaben. Durch neue gesetzliche Anforderungen haben sich die Bedingungen für die Durchführung deutlich verändert.
Für die Arbeiten werden unter anderem große Schleusen und speziell abgegrenzte Schutzbereiche benötigt. Das Problem: Diese Schleusen lassen sich in unseren Häusern nicht so einrichten, wie es für die einzelnen Wohnungen vorgesehen war. Deshalb mussten wir die gesamten Hausaufgänge als Schutzbereiche einrichten.
Das hat weitreichende Folgen für alle anderen Arbeiten. Sobald ein Hausaufgang als Schutzbereich eingerichtet ist, dürfen andere Firmen dort teilweise nicht mehr arbeiten oder die Bereiche nur sehr eingeschränkt betreten. Arbeiten, die eigentlich parallel laufen könnten, müssen dadurch immer wieder unterbrochen werden.
Für die ausführenden Firmen bedeutet das teilweise, dass Mitarbeiter vor Ort sind, ihre Arbeiten aber nicht fortsetzen dürfen. Es entstehen Stillstandszeiten, die weder für die Firmen noch für uns sinnvoll sind und die den Baufortschritt erheblich verlangsamen.
Wir können daher sehr gut nachvollziehen, dass Sie sich fragen, warum es teilweise so aussieht, als würde auf der Baustelle nur langsam etwas passieren. Der Frust darüber ist auf allen Seiten groß.
Wir haben aus den ersten Erfahrungen gelernt
Gleichzeitig möchten wir Ihnen sagen: Wir sind inzwischen auf einem deutlich besseren Weg.
Die Erfahrungen aus den ersten Hausaufgängen haben gezeigt, dass die bisherigen Abläufe unter den neuen Anforderungen nicht gut genug funktionieren. Deshalb haben wir gemeinsam mit den beteiligten Firmen, den Schadstoffgutachtern und den weiteren Partnern die Abläufe für die kommenden Hausaufgänge grundlegend angepasst.
Auch diese Umstellung hat leider Zeit gekostet. Wir sind aber überzeugt, dass sie sich auszahlen wird. Unser Ziel ist ein sauberer, besser planbarer und vor allem schnellerer Ablauf, bei dem sich die verschiedenen Gewerke möglichst wenig gegenseitig behindern.
Zusätzlich konnten wir weitere Kapazitäten gewinnen. Für die Vautierstraße 36 unterstützt uns inzwischen eine zweite Schadstoffsanierungsfirma. Dadurch konnten in dieser Woche die Schadstoffsanierungen in allen acht Wohnungen im mittleren und linken Bereich abgeschlossen werden. Die anschließenden Arbeiten können dort nun zeitnah weitergehen.
Auch eine dritte Firma steht bereits bereit, sodass wir bei den weiteren Arbeiten zusätzliche Kapazitäten haben und Schritt für Schritt mehr Geschwindigkeit aufnehmen können.
Vautierstraße 26 links ist am weitesten
Am weitesten fortgeschritten ist derzeit die Vautierstraße 26 links. Diese Wohnungen sollen deshalb voraussichtlich auch als erste fertiggestellt werden.
Hier gibt es aktuell allerdings noch eine besondere Einschränkung: Das Treppenhaus ist wegen der Schadstoffsanierungen auf der rechten Seite gesperrt. Deshalb können die Arbeiten in der linken Seite derzeit teilweise nur über das Gerüst durchgeführt werden.
Die Schadstoffsanierungen auf der rechten Seite konnten wiederum erst jetzt beginnen, weil die neuen gesetzlichen Vorgaben entsprechende Zertifizierungen verlangen. Die hierfür erforderlichen Zertifizierungen durch die Bezirksregierung lagen zunächst noch nicht vor.
Auch bei den Schadstoffsanierern, den Schadstoffgutachtern, den Freimessgeräten und den Laboren sind die verfügbaren Kapazitäten weiterhin sehr knapp. Das erschwert die Planung zusätzlich und führt leider immer wieder zu Wartezeiten.
Was passiert nach der Schadstoffsanierung?
Nach Abschluss einer Schadstoffsanierung muss zunächst die vorgeschriebene Freimessung erfolgen. Erst wenn das Ergebnis vorliegt und der Bereich wieder freigegeben ist, können die nächsten Gewerke vollständig weiterarbeiten.
Für die anschließenden Arbeiten benötigen die beteiligten Firmen dann noch etwa drei bis vier Wochen, um die Wohnungen fertigzustellen.
Danach werden die Möbel, die derzeit in Containern eingelagert sind, wieder in die Wohnungen gebracht. Die Wohnungen werden abschließend gereinigt und anschließend können Sie wieder zurück in Ihr Zuhause.
Wir versuchen dabei wirklich, jede mögliche Zeitersparnis mitzunehmen. Wenn sich ein Zeitfenster ergibt, ziehen wir einzelne Arbeiten – zum Beispiel Fenstertausche – vor, damit möglichst keine zusätzliche Zeit verloren geht.
Erste Rückzüge ab Mitte September geplant
Nach dem aktuellen Stand gehen wir davon aus, dass die ersten Rückzüge ab Mitte September stattfinden können. Die Vautierstraße 26 links wird voraussichtlich den Anfang machen.
Wir möchten Ihnen dabei bewusst noch keine einzelnen festen Tage nennen, solange wir diese nicht wirklich verlässlich bestätigen können. Wir wissen aus den vergangenen Monaten, wie enttäuschend es für Sie ist, wenn ein angekündigter Termin anschließend wieder verschoben werden muss.
Unser Anspruch ist deshalb, Ihnen Termine erst dann mitzuteilen, wenn sie auch tatsächlich belastbar sind.
Uns ist klar, dass all diese Erklärungen nichts daran ändern, dass Sie schon viel zu lange auf Ihre Rückkehr warten. Wir wissen, dass viele von Ihnen mit der Situation inzwischen an Ihre Grenzen kommen – und wir haben dafür großes Verständnis.
Gleichzeitig sehen wir jetzt deutliche Fortschritte. Wir haben zusätzliche Firmen gewonnen, die Abläufe angepasst und aus den Schwierigkeiten der ersten Hausaufgänge gelernt.
Unser Ziel ist es, diese Erfahrungen jetzt konsequent zu nutzen und die weiteren Hausaufgänge deutlich schneller und reibungsloser abzuwickeln.
Wir danken Ihnen sehr für Ihre Geduld und Ihr Verständnis. Wir wissen das wirklich zu schätzen und werden Sie weiterhin so früh und transparent wie möglich über die nächsten Schritte und die konkreten Rückzugstermine informieren.