Happ-bee New Year - der etwas andere Jahresrückblick

Letztes Jahr sind wir gleich mit zwei Standorten in Hamburg mit jeweils drei Bienenvölkern gestartet. Wie geht es unseren sechs Bienenvölkern dort und wie sind sie durch das Jahr 2022 gekommen?
Wir blicken zurück auf das vergangene Bienenjahr...

Frühling

Während bestehende Bienenvölker bereits im Frühjahr, ab Ende April/Anfang Mai, fleißig Honig sammeln und einlagern, wurden die neuen Völker, auch Jungvolk genannt, bei der Entwicklung mit einer Zuckersirupfütterung unterstützt. Gerade zum Ende des Frühjahrs gab es eine Zeit von ca. 3-4 Wochen, in der durch schlechtes Wetter wenig Nahrung zu finden war. In diesen Zeiten ist es wichtig, mit regelmäßigen, kleinen Fütterungen bei der Entwicklung zu unterstützen. Durch die imkerliche Unterstützung ist es dem Bienenvolk möglich mehr Bienenbrut anzulegen und mehr Waben zu bauen.

Sommer

Dann kam der Sommer, der sich im letzen Jahr von seiner guten Seite zeigte. Viele warme, sonnige Tage und im Norden waren glücklicherweise noch einige wenige Regentage dazwischen, wodurch die Pflanzen weiter Nektar und Pollen produzierten. Dadurch konnten die Bienenvölker gute Honigvorräte für den bevorstehenden Herbst und Winter anlegen.

Herbst

Von Mitte Juli bis Oktober war es dann doch auch hier im Norden sehr trocken und die Bienen haben ein Teil ihrer Vorräte schon verbrauchen müssen, da die Pflanzen ihre Pollen- und Nektarproduktion sehr reduziert haben. Dies führte dazu, dass Ende September zur Sicherheit doch nochmal gefüttert wurde, damit genügend Vorräte für den Winter vorhanden sind und keine Völker verhungern.

Winter

Kurz vor Heiligabend wurde dann die sogenannte Winterbehandlung durchgeführt. Dadurch konnte der vor ca. 30 Jahren aus Asien eingeschleppte Parasit mit dem Namen Varroamilbe effektiv aus den Bienenvölkern entfernt werden. Dies ist wichtig, damit die Bienen im Frühjahr möglichst gesund und damit fit für die kommende Bienensaison ab Ende April/Anfang Mai sind.

Bei der Kontrolle während der Winterbehandlung wurde erfreulicherweise festgestellt, dass an beiden Standorten noch alle Bienenvölker am Leben sind und eine gute Chance besteht, dass auch nächstes Jahr alle sechs Völker im Frühjahr voller Tatendrang ins neue Jahr starten und fleißig Honig und Blütenpollen sammeln und dabei die Pflanzen bestäuben.